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Wieso gehören eigentlich Geister und Kürbisse zu Halloween?

Halloween hat seinen Ursprung in einer Mischung aus christlichem und keltischem Volksglauben. Die christlichen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen sowie das vorchristliche keltische Totenfest Samhain lagen zeitlich nahe beieinander - am Schnittpunkt zwischen dem Ende des Sommers, der für das Leben steht, und am Anfang des Winters, der in der Natur mit dem Sterben in Verbindung gebracht wird.


Die Menschen glaubten, dass an Samhain die Toten von Haus zu Haus gehen auf der Suche nach den Lebenden, die im nächsten Jahr sterben sollten. Daher wurde Essen und Trinken bereitgestellt, um die Geister zu besänftigen. Wer sich zudem noch selber als Geist verkleidete und so gar nicht mehr von den echten Verstorbenen zu unterscheiden war, würde schlicht übersehen, so die Vorstellung.


Das ist der Grund, weshalb an Halloween als Geister verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen und um «Süsses, denn sonst gibt's Saures» bitten.


Und die geschnitzten Kürbisse?

Ebenfalls aus Irland stammt der Brauch, Laternen aus Rüben zu schnitzen. Eine Legende besagt, dass ein Mann namens Jack den Teufel mit einer List dazu brachte, auf einen Baum zu klettern. Sobald der Teufel oben angekommen war, ritzte Jack ein Kreuz in den Stamm, sodass der Teufel nicht mehr herunterklettern konnte. Erst mit dem Versprechen des Teufels, Jack nicht zu sich zu holen, wenn er einmal stirbt, liess Jack den Teufel frei.


Nun kam einmal der Tag, an dem Jacks Leben zu Ende ging. Da er während seines Lebens viele schlechte Taten begangen hatte, durfte er nicht zu Gott in den Himmel. Doch auch in die Hölle konnte er nicht, denn der Teufel hielt sein Versprechen. Er gab Jack aber eine glühende Kohle aus dem Höllenfeuer. Diese legte Jack in eine ausgehöhlte Rübe, damit sie ihm als Laterne diente. Seither irrt Jack umher auf der Suche nach einem Ort, an dem er bleiben kann, stets mit seiner Rübenlaterne in der Hand.


Aus dieser Legende schlossen die Menschen, dass sie ebenfalls mit einem brennenden Stück Kohle in einer ausgehöhlten Rübe die bösen Geister und den Teufel fernhalten konnten.

Irische Einwanderer brachten auch diesen Brauch mit nach Amerika. Da dort aber eher Kürbisse anstatt Rüben zur Verfügung standen und diese ausserdem grösser sowie leichter zu schnitzen waren, wurde nicht die Rübe, sondern der Kürbis zu einem der Hauptmerkmale jeder Halloween-Dekoration.

Bildquelle: unsplash

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